Es wird auf dem Dach Golf gespielt

In der Regel kann ich den Was-ich-eigentlich-sagen-wollte-Sinn von „Englisch“ aus germanischer Feder identifizieren, aber bei obiger Anzeige (im Handelsblatt) bin ich mit meinem Denglisch am Ende.
Daily on the green sind rüstige Rentner mit Platzreife und finanzkrisensicherem Einkommen aus Bundesobligationen – was das mit einem Büroturm in München zu tun hat, kann ich nicht sagen (oder haben die 18 Löcher im/auf dem Dach?).

Green ist klar – Umwelt. Aber wieso THE Green, wieso ON the Green? Und auch für Golfer ist der Satz recht rough.

Weiter unten steht zum allem Überfluß „The green sign in town“. Hier kann ich wenigstens die linguistische Intention der Werber erahnen – wahrscheinlich wollte der Verfasser dieses genialen Anzeigentexts ein „Zeichen für die Umwelfreundlichkeit setzen“. Stattdessen hat er ein grün gestrichenes Schild aufgestellt.

Warum hat er (erfolgslos) versucht, seine Botschaft ins Pseudo-Englische zu transportieren? Weil Englisch cool ist, selbst unter den Architekten und Immobilienentwicklern (ein Neologismus, der aller Wahrscheinlichkeit nach auf den sehr lange etablierten Begriff „property developer“ zurückgeht – dabei gibt es doch „Bauträger“).

Dann sollten aber die Schöpfer des „skyline tower“ (auch eine Wortschöpfung, die bei uns ein Fragezeichen und Stirnrunzeln auslöst) wenigstens richtiges Englisch einsetzen. Oder bei Deutsch bleiben. Why not? Would make a nice change.

Lemons and limes

Kennen Sie den Unterscheid zwischen einer Limette und einer Zitrone? Schon seit dem Kindergarten wahrscheinlich.

Aber Dr Oetker und Becks wissen es nicht. Die nennen ihre Produkte mit Limettengeschmack Green Lemon. Die meinen lime. A lime is small, and green and round. A lemon is bigger, more of an oval, and yellow. Es sei denn, sie ist extrem unreif. Aber eine Limette ist sie dann trotzdem nicht.